Bienvenido a Vallada
Am 2. März 2025 war es soweit: unsere Erasmus+ Koordinatorin und Englischlehrerin Birte Meyer und unser Technik- und Mathematiklehrer Andreas Arbeiter flogen nach Vallada in der spanischen Region Valencia und hospitierten eine Woche an der Schule IES de Vallada. Neben Einblicken in den Unterricht wurde Paella gekocht, Erfahrungen mit starken Regenfällen gesammelt und die Kleinstadt Xàtiva besucht. Die Entsendung von Kollegen:innen an europäische Schulen ist Bestandteil unseres Erasmus+ Plans und wird durch die europäische Union kofinanziert.
Birte Meyer und Andreas Arbeiter nahmen an unterschiedlichen Unterrichtsstunden entsprechend ihrer Lehrbefähigungen teil. So begleitete Andreas Arbeiter verschiedene Mathematikstunden und erhielt einen Einblick in das spanische Curriculum. Aber auch der Technikbereich der IES de Vallada wurde ihm von den Kolleg:innen vor Ort vorgestellt, wobei er große Übereinstimmungen in den vermittelten Inhalten feststellen konnte, jedoch großen Unterschieden in der Unterrichtsgestaltung begegnete.
Birte Meyer hospitierte in einigen Geschichts- und Georgraphiestunden und erhielt u. a. einen Einblick in den Umgang mit den Verbrechen des Nationalsozialismus vor und während des zweiten Weltkriegs. Ihr Hospitationsschwerpunkt lag jedoch in den Englischstunden an der IES de Vallada und dem Austausch mit der Erasmus+ Koordinatorin Susanna Benavent Benavent. Unsere Erasmuskoordinatorin bekam wertvolle Einblicke in die Erasmus+ Arbeit an der IES de Vallada und wird diese für die weitere Entwicklung der Erasmus+ Projekte an unserer Schule nutzen.
Zudem traf sie eine Schülergruppe, die zur Zeit an dem eTwinning-Projekt „eTwiNews“ im Englischunterricht mit einer Schülergruppe des 8. Jahrgangs zusammenarbeitet. Die spanischen Teenager waren sehr interessiert und stellten viele Fragen.
Einer der geplanten Höhepunkte war das Treffen mit den spanischen Schüler:innen, welche an dem deutsch-spanischen eTwinning Projekt „Connecting Games“ teilnehmen. Seit dem Beginn des Schuljahres arbeiten die beiden Schülergruppen der OBS Langen und der IES de Vallada an diesem Projekt, in dem neben den regionalen Sehenswürdigkeiten auch Gesellschaftsspiele in englischer Sprache vorgestellt werden. Im Technik-Bereich werden die Spielpläne entsprechend der jeweiligen Möglichkeiten aus Holz gefertigt und die Spielsteine durch Sehenswürdigkeiten ersetzt, die beispielsweise mit dem 3D-Drucker erstellt werden.
Während des Aufenthalts kam es zu Regenfällen, die für unsere beiden norddeutschen Lehrkräfte eher unspektakulär wirkten, jedoch in der spanischen Region Valencia zum Ausruf der Alarmstufe Rot führten. Die Schulen blieben daher von Dienstag bis Donnerstag geschlossen. Im Herbst des vergangenen Jahres sorgten ähnliche Regenfälle für die tragische Überflutung in der Region Valencia und die Sorge vor einer erneuten Katastrophe war durchaus verständlich. Ursache hierfür sind klimatische Veränderungen, die das Phänomen des “kalten Tropfens” verstärken. Tiefdruckgebiete nehmen über dem Mittelmeer große Mengen Wasser auf, welche in der bergigen Region um Valencia abregnen. Die Niederschläge sammeln sich in den Schluchten und fließen durch die Täler in Richtung Valencia ins Mittelmeer.
Neben dem Sammeln schulischer Erfahrungen lernten Birte Meyer und Andreas Arbeiter aber auch die Kultur und die Region ihrer Gastgeber kenne n. Die spanische Kollegin Marta Úbeda Abad, welche vor zwei Wochen an unserer Schule hospitierte, bekochte ihre deutschen Gäste mit hervorragend schmeckender Paella Valenciana mit Kaninchen- und Hühnerfleisch und im Kamin gegarten Cebolla Tierna, einer Art riesiger Frühlingszwiebeln. Zudem begleiteten Marta Úbeda Abad und Susanna Benavent Benavent unsere beiden Lehrkräfte in den Nachmittagsstunden und zeigten die Sehenswürdigkeiten der Region, welche zuvor von der spanischen Partnerklasse
vorgestellt wurden. Aufgrund der ausgerufenen Alarmstufe
war es jedoch nicht möglich das umfassend geplante Programm vollständig auszuführen. So limitierten sich die Erkundungen auf einen Besuch der Kleinstadt Xàtiva mit ihrer Burg und eine ausgedehnte Wanderung durch das Naturschutzgebiet rund um Vallada.
Den krachenden, kulturellen Abschluss bildete das Feuerwerkspektakel „Mascletà“ in der Stadt Valencia, welches täglich in den ersten Märzwochen gezündet wird und jede Menge Knallkörper, Farbpulver und Explosionen beinhaltet. Hierbei sind die Explosionen so stark, dass sie im gesamten Körper zu spüren sind und einem im wahrsten Sinne des Wortes den Atem rauben.
Im kommenden Schuljahr findet auch endlich der lang ersehnte Austausch der Schüler:innen statt, die an dem eTwinning-Projekt „Connecting Games“ teilgenommen haben. Alle Beteiligten freuen sich sehr auf die anstehende Austauschfahrt und ein Wiedersehen an den jeweiligen Partnerschulen.